September 2017 // oBike im Test: Alle reden drüber - wir probieren es aus!

In München gibt es ein neues privates Leihradsystem. Nachdem sich vielerorts Bedenkenträger zu den in München aufgestellten oBikes zu Wort melden, wollte sich die Stadträtin Sonja Haider selbst ein Bild von den neuen orangen Leihrädern machen. „Die Anmeldung die Ausleihe und das Abstellen waren sehr einfach“ resümiert Sonja Haider. „Selbst in Vierteln, in denen es keine MVG-Leihstationen gibt, sind obikes vor Ort – darüber bin ich als bekennende Radlerin sehr erfreut. Ich kann jetzt aus der Stadtmitte nach Hause nach Pasing mit einem Leihrad fahren, das ging bisher nicht. Ein kleiner Kritikpunkt ist eventuell, dass das Rad keine Gangschaltung besitzt und das Anfahren dadurch etwas schwerer fällt. Trotzdem, ich finde die Räder sehen gut aus und alles funktioniert sehr reibungslos.“

Auf die von den Kritikern vorgetragenen Punkte wie „die Räder stehen im Weg rum“ oder „die sind sicher bald Schrott und werden dann weggeworfen“ meint die Stadträtin: „Jedes Fahrrad steht im Weg, denn es gibt in München einfach zu wenig Fahrradabstellplätze. Wir bräuchten hier Lösungen wie in Münster oder in Utrecht mit großen Fahrradparkhäusern“ und zu der Kritik, dass es sich um Billigräder handelt: „Wir müssen erst mal abwarten, wie die Räder angenommen werden und wie sich der Anbieter verhält, wenn die Räder kaputt gehen, alles andere wäre voreingenommen.“ Grundsätzlich kann sich Sonja Haider über jedes Fahrrad mehr in München nur freuen. Jedes einzelne Fahrrad zeigt einen Weg auf vom motorisierten Individualverkehr hin zu einer sinnvollen Kombination aus öffentlichem und emissionsfreiem sowie ressourcen- und platzsparendem Verkehr und genau da müssen wir hin!“ so die Stadträtin.