5. November 2019 // Wohnen am Correo Quartier

Wohnen im Correo Quartier

Das Bahnhofsviertel (Ludwigvorstadt-Isarvorstadt) liegt mitten im Herzen der Stadt. Hier ist München urban und doch historisch gewachsen, international und bayrisch, pulsierend und lebenswert. Die zentrale Lage, die gute Anbindung mit den Öffentlichen und das abwechslungsreiche Kultur-Angebot direkt vor der Haustür sprechen für sich. Das klingt ja auch alles ganz ansprechend – bloß hat hier leider so gut wie niemand „eine Haustüre“. Hotels und Bürokomplexe dominieren das Stadtbild – Wohnraum ist absolute Mangelware.

Das ehemalige Postbank-Gebäude befindet sich in diesem Gebiet. Ein Investor möchte den Komplex, der dann den Namen „Correo Quartier“ tragen wird, grundlegend umzustrukturieren. Etwa 83 Prozent der Rohbausubstanz kann voraussichtlich beim Umbau erhalten werden. In den Erdgeschossen sollen kleine Cafés, Restaurants und Geschäfte einziehen, in den oberen Stockwerken in erster Linie Büros untergebracht werden. Die umliegenden Freiflächen werden so gestaltet, dass sie von den Anliegern gut genutzt werden können. Aber Wohnungen? Fehlanzeige!

Das muss doch auch anders gehen, findet die ÖDP-Stadtratsgruppe. Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung wird über einen Bebauungsplan im Viertel beraten. Ihr Vorschlag: Der Investor soll zwei weitere Stockwerke auf den Gebäudekomplex bauen, die dann als Wohnraum genutzt werden können. Diese Wohnungen sollen im Rahmen der sozialgerechten Bodennutzung (SOBON) oder durch einen städtebaulichen Vertrag zu 30 Prozent sozial gefördert vergeben werden. Dadurch würde in zentraler Lage wichtiger, bezahlbarer Wohnraum entstehen.

ÖDP-Stadtrat Johann Sauerer: „Der Raum in München ist knapp – der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen groß. Deswegen müssen wir bei Bebauungsplänen kreativer und innovativer denken. Beim ‚Correo Quartier‘ können wir das als Stadt auch konkret von den Investoren einfordern. Wenn der Investor zwei weitere Stockwerke bauen möchte, sollen die Münchnerinnen und Münchner auch davon profitieren. Wohnraum darf schließlich nicht nur in die Stadtrandgebiete ausgelagert werden. Durch die SOBON oder einen städtebaulichen Vertrag entstünden in Toplage nicht wieder nur Luxus-Appartements, sondern Wohnungen, die sich auch Handwerker oder Krankenschwestern leisten können. Ich bin davon überzeugt, dass hier in zentraler Lage ein lebenswertes Viertel entstehen kann.“

ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff: „Wir begrüßen es, dass im ‚Correo Quartier‘ das Thema Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit von Beginn an in den Planungen berücksichtigt wurden. Wichtig ist uns nun aber, dass nicht wieder nur Gewerbeflächen entstehen. Wenn Büros gebaut werden, müssen auch gleich die Wohnungen derer mitgeplant werden, die in den Büros arbeiten werden. Wenn dies in einem Gebäudekomplex möglich ist, hat das auch für die Verkehre der Stadt viele Vorteile. Kurze Arbeitswege entlasten nämlich die Umwelt. Vor Ort wäre die Nahversorgung und die verkehrliche Anbindung optimal für Anwohner.“ 

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