6. November 2019 // Wohnen am Correo Quartier - CSU und SPD bleiben beim 'vielleicht'

Wohnen im Correo Quartier – CSU und SPD bleiben beim ‚vielleicht‘

Die Stadtratskooperation schreibt sich gerne das Thema Wohnen auf die Fahne – doch wenn es um konkrete Beschlüsse geht, in denen Investoren in die Pflicht genommen werden sollen, will es keiner gewesen sein. Formalitäten und Partei-Gedünkel werden vorgeschoben, Anträge als zu hart empfunden. So wird das nichts mit der Wohnraumschaffung!

Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung wurde heute über einen Bebauungsplan im Bahnhofsviertel beraten. Die ÖDP hat einen Antrag eingebracht, dass der Investor nur zwei weitere Stockwerke auf den Gebäudekomplex bauen darf, wenn diese dann als Wohnraum genutzt werden können. Diese Wohnungen sollen im Rahmen der sozialgerechten Bodennutzung (SOBON) oder durch einen städtebaulichen Vertrag zu 30 Prozent sozial gefördert vergeben werden. Dadurch wäre in zentraler Lage wichtiger, bezahlbarer Wohnraum entstanden.

ÖDP-Stadtrat Johann Sauerer: „In der Vorlage zum heutigen Planungsausschuss steht ganz konkret, dass die Bauherrin eine Aufstockung des Correo Quartiers in Erwägung zieht. Wir müssen hier ein Zeichen setzen! Wir machen doch Politik für die Münchnerinnen und Münchner – nicht für die Investoren. Eine Ausweitung des Bebauungsplans kann es daher nur geben, wenn die Münchnerinnen und Münchner auch etwas davon haben. Rumjammern, wenn Büros statt Wohnungen gebaut werden, mag manchen Fraktionen ausreichen. Wir wollen konkret was dagegen tun!“

ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff: „Eigentlich spricht sich niemand gegen die Schaffung von Wohnraum aus. Doch wenn konkret wird, heißt es, die zentrale Lage wäre zu lärmbelastet und man wolle den Investoren keine zu strikten Vorschriften machen. Natürlich gibt es im Correo Quartier Herausforderungen, die überwunden werden müssen. Aber gleich klein beigeben, ist für uns keine Option. Wir brauchen in der Stadt den bezahlbaren Wohnraum, der durch die SOBON ermöglicht würde – gerade auch in der Münchner Innenstadt.“

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