24. Februar // ÖDP-Stadtratsgruppe bringt S-Bahn an die Berduxstraße

Die ÖDP-Stadtratsgruppe bringt schon einmal die S-Bahn an die Berduxstraße (Pasing-Obermenzing) – jetzt fehlt nur noch die Haltestelle. Gemeinsam mit der örtlichen Bürgerinitiative erhöhen die ÖDP-Stadträte den Druck. Ihre Forderung: Der S-Bahnhalt Berduxstraße muss endlich geplant und gebaut werden!

Schon seit fast 50 Jahren wird den Anwohnern versprochen, dass die neue S-Bahnhaltestelle für eine bessere Anbindung und damit eine merkliche Verkehrsentlastung sorgen wird. 1972 war die Haltestelle sogar schon auf Stadtplänen eingezeichnet. Papier ist geduldig – die Pasinger müssen es auch sein, denn trotz zahlreicher Bürgerproteste, Beteiligung des Bezirksausschusses und mehreren Stadtratsanträgen geht nicht viel voran.

Verschärft wird die Situation durch die Mega-Baustelle an der Paul-Gerhardt-Allee. Hier sollen schon bald 8500 Menschen leben und arbeiten. Wie sie in das Quartier kommen sollen, ist aber noch völlig unklar. Einzelne Busse werden jedenfalls nicht ausreichen, um den ÖPNV attraktiv zu machen und das drohende Verkehrschaos abzuwenden. Schon heute sind nämlich Straßen, Busse und S-Bahnen heute chronisch überlastet.

Bund und Land haben zwar unverbindlich immer wieder beteuert, dass sie einen Bau gutheißen und mitfinanzieren würden, außer ein paar Briefwechseln unter Parteifreunden gibt es leider nichts Schriftliches – und schon gar keine konkreten Zusagen. Die jetzigen und künftigen Anwohner in Pasing benötigen aber dringend und zeitnah einen leistungsstarken Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel – vor allem wenn man bedenkt, dass besonders der Münchner Westen in den kommenden Jahren immensem Wachstum ausgesetzt sein wird und auch hier die Infrastrukturplanung nachhinkt.

ÖDP-Stadträtin Sonja Haider, Mitglied des örtlichen Bezirksausschusses: „Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben mir geschildert, dass ihnen die Stadt schon vor über 40 Jahren versprochen hat, dass eine S-Bahnhaltestelle an der Berduxstraße gebaut wird. Seit Jahren wird das Gebiet munter bebaut und nachverdichtet – nur auf den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wird bisher verzichtet.“

ÖDP-Stadtrat Johann Sauerer, planungspolitischer Sprecher: „Der Stadtrat beschließt ein Bauvorhaben nach dem anderen; überall in der Stadt wird nachverdichet. Doch wenn es darum geht, die verkehrliche Erschließung sicherzustellen, geht oft viele Jahrzehnte nichts voran. Sollte es etwa daran liegen, dass S-Bahnhalte keine Miete zahlen und damit keinen Profit bringen? Wir dürfen nicht weiter die Lebensqualität der Münchnerinnen und Münchner aufs Spiel setzen.“

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