22. Juni // Wie geht’s weiter mit dem Tierpark Hellabrunn?

Gibt es bald keine Löwen mehr in München? Eine Schreckensvision – nicht nur für die wahren Fußballfans. Der Münchner Tierpark Hellabrunn machte letzte Woche mit diesem düsteren Szenario Schlagzeilen.

Täglich mache der Tierpark aufgrund der Corona-Krise 35 000 Euro Verlust. So drohe ab September die Insolvenz, wird Tierpark Chef Rasem Baba zitiert. Es stehe sogar im Raum, dass Tiere abgegeben werden müssen oder, dass das dringend benötigte Löwenhaus nicht gebaut werden kann. Fraglich, ob die Tiere dann überhaupt artgerecht untergebracht werden können. Der Baubeginn des 3,4 Millionen Euro Projekts war eigentlich für diesen Winter angedacht.

Der Münchner Stadtrat wurde bislang nicht – bzw. nur über die Medien – informiert. Die Fraktion ÖDP/FW fordert daher Aufklärung. Außerdem soll der Tierpark Hellabrunn mit kreativen Aktionen und Programmen jetzt die Bürgerinnen und Bürger noch enger an sich binden und dabei sein wirtschaftliches Überleben sichern. Beispielsweise könnte der Tierpark spezielle Corona-Tierpatenschaften anbieten oder Gutscheinprogramme ausweiten.

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Der Münchner Tierpark ist eine der wichtigsten Institutionen für Familien und Tierfreunde in unserer Stadt. Gerade an der artgerechten Haltung von Wildtieren, wie unseren Münchner Löwen, darf keinesfalls gespart werden. Ich finde es bedauerlich, dass der Tierpark-Chef bisher nicht den Dialog mit der Stadt gesucht hat. Gemeinsam mit den Münchnerinnen und Münchnern können wir die Pleite doch sicher noch abwenden.“

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite weiterhin besuchen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Okay