20. Januar 2020 // Verantwortungsvolle Stadtplanung - Allach-Untermenzing stärken

Verantwortungsvolle Stadtplanung – Allach-Untermenzing stärken

Der 23. Münchner Stadtbezirk, Allach-Untermenzing, hat zwei Gesichter: Einerseits ist hier noch produzierendes Gewerbe beheimatet, andererseits sind viele Viertel eher dörflich-idyllisch geprägt. Regionale Landwirtschaft neben Maschinenbaukonzernen – Gegensätze, die funktionieren.

33 355 Menschen lebten 2018 in Allach-Untermenzing. In den kommenden Jahren wird diese Zahl deutlich zunehmen. Die Prognose geht davon aus, dass der 23. Stadtbezirk bis zum Jahr 2040 um 29,6 Prozent wachsen wird – das entspricht einem deutlich dynamischeren Wachstum, als für ganz München erwartet wird. Verschärft wird die Situation noch dadurch, dass der Landkreis Dachau ein direkter Nachbar ist. Laut Statistischem Landesamt wird hier bis 2036 mit einem Wachstum von 15,5 % auf rund 174.000 Einwohner die relativ gesehen größte Bevölkerungszunahme aller bayerischen Landkreise erwartet.

Um eine hohe Lebensqualität und das typische Gesicht Allach-Untermenzings, mit seinen gewachsenen Strukturen zu erhalten, muss die Landeshauptstadt München dieses Wachstum und diesen Wandel begleiten und lenken. Mit einem Antragspaket nimmt sich die ÖDP-Stadtratsgruppe dieser Herausforderung an.

Die Schul- und Kitaversorgung soll dargelegt, die Verkehrsproblematik mit verschiedenen Konzepten aufgearbeitet und die Nahversorgung gewährleistet werden. Übergeordnet soll für den 23. Stadtbezirk ein Masterplan erstellt werden. In diesem sollen soziale Einrichtungen, Sport- und Erholungsflächen, Grünverbindungen und Grünflächen ebenso verzeichnet werden, wie die Entwicklung des Gewerbes und des Einzelhandels und die verkehrliche Anbindung. Verantwortungsvolle Stadtentwicklung muss sich einen Gesamtüberblick schaffen und die Anwohner mitnehmen, lange bevor die Bagger anrollen

ÖDP-Stadtrat Johann Sauerer, planungspolitischer Sprecher:

„Die Entwicklung Allach-Untermenzings darf nicht aus reiner Profitorientierung auf Kosten der Bevölkerung gehen. Schon jetzt versinkt der Stadtteil immer mehr im Verkehr, leistungsstarke Konzepte fehlen. Derweil sollte für die Landeshauptstadt München die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger Priorität haben. Bei Neubau- und Nachverdichtungsmaßnahmen muss ein Gesamtkonzept vorliegen, dass die Infrastruktur frühzeitig mitdenkt und Wohnraum, Schulen und Kitas schafft, gleichzeitig aber auch wichtige Grünflächen, landwirtschaftliche Betriebe und Allacher Originale schützt.“

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