18. Juni // Klein aber fein – Micro-Parks auch in München

Schon heute ist München die am dichtesten besiedelte Millionenstadt Deutschlands, was mit einem hohen Versiegelungsgrad einhergeht. In den Jahren zwischen 2008 und 2018 ist die versiegelte Fläche auf 18 562 Hektar angestiegen – damit nimmt die bebaute Fläche mehr als doppelt so stark zu, wie alle im selben Zeitraum entstandenen Gewässer-, Vegetations- und Grünflächen zusammen. Die negativen Folgen dieser Entwicklung lassen nicht auf sich warten: Die Lebensqualität der Stadtbevölkerung nimmt ab, das Stadtklima heizt sich immer weiter auf, Regenwasser kann nicht abfließen, Wildtiere finden keinen Lebensraum, die Böden werden immer unfruchtbarer und und und.

Der begrenzte Raum in der Stadt macht die Ausweisung von neuen, großen Parks fast unmöglich. Umso dankbarer müssen wir für die verbleibenden Grünflächen in München sein – und umso stärker müssen wir uns für ihren Erhalt einsetzen. In Coronazeiten haben viele die Vorzüge jedes noch so kleinen Fleckchens Grün vor ihrer Haustür zu schätzen gelernt. Das Grün sorgt für wichtige Verbesserungen des Mikroklimas, der Artenvielfalt und der Aufenthaltsqualität. Durch eine ökologische und ästhetische Aufwertung kann dieser Effekt noch verstärkt werden.

Das Beispiel Ulm zeigt, dass mit wenigen gezielten Handgriffen innerstädtische Grünflächen noch besser nutzbar und ökologisch wertvoller gestaltet werden können. Neue Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, veränderte Mähkonzepte und gartengestalterische Elemente schaffen einen Kontrast zur umliegenden Bebauung.

Das muss es auch bei uns geben, findet ÖDP-Stadträtin Sonja Haider:

„Wir wollen gemeinsam mit den Bezirksausschüssen zunächst in jedem Stadtbezirk einen Micro-Park gestalten. Direkt vor der Haustür soll jeder die Möglichkeit haben, im Grünen die Seele baumeln zu lassen. Dafür braucht es oft nicht viel – außer etwas guten Willen und Kreativität. Gerade das dicht besiedelte München kann es sich nicht mehr leisten, das Potenzial der bestehenden Grünflächen nicht vollständig auszuschöpfen.“

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