15. Januar // ÖDP-Erfolg: Nachhaltig bauen in München

ÖDP-Erfolg: Nachhaltig bauen in München

München kann zumindest ein bisschen aufatmen. Die Mehrheit des Münchner Stadtrates ist im heutigen Planungsausschuss, dem Änderungsantrag der ÖDP-Stadtratsgruppe gefolgt. Bei der Vergabe von städtischen Grundstücken werden ab sofort 50 Prozent der Gebäude in Holzbauweise angestrebt.

Wenn man weltweit Gebäude statt mit herkömmlichen Materialien, wie Beton, Stahl und Ziegeln, in Holzbauweise errichtet, könnten insgesamt bis zu 32 Prozent des CO2-Austoßes vermieden werden. Dazu kommt noch, dass jeder Kubikmeter Holz, der verarbeitet wird, eine Tonne CO2 speichert. Pro Einfamilienhaus sind das zwischen 40 und 80 Tonnen.

Die Landeshauptstadt München hat bereits ein Förderprogramm auf die Beine gestellt, das die Holzbauweise voranbringen soll. Verbaut werden darf nur nachhaltig produziertes Holz, das nicht weiter als 400 Kilometer transportiert werden darf. Die ÖDP fordert nun, dass die Holzbauweise aus dem Pilot-Stadium geführt wird und endlich flächendeckender eingesetzt wird.

Bund und Land haben zwar unverbindlich immer wieder beteuert, dass sie einen Bau gutheißen und mitfinanzieren würden, außer ein paar Briefwechseln unter Parteifreunden gibt es leider nichts Schriftliches – und schon gar keine konkreten Zusagen. Die jetzigen und künftigen Anwohner in Pasing benötigen aber dringend und zeitnah einen leistungsstarken Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel – vor allem wenn man bedenkt, dass besonders der Münchner Westen in den kommenden Jahren immensem Wachstum ausgesetzt sein wird und auch hier die Infrastrukturplanung nachhinkt.

ÖDP-Stadtrat Johann Sauerer, planungspolitischer Sprecher: „Natürlich reicht es nicht, den Klimanotstand auszurufen – wir alle müssen unser Handeln überdenken. Anstatt sich auf einige wenige Leuchtturmprojekte zu konzentrieren, sollte sich die Landeshauptstadt München daher dafür einsetzen, die Holzbauweise massentauglich machen. Für Lippenbekenntnisse und zaghaftes erstes Handeln ist es nämlich deutlich zu spät!“

ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff, Diplom-Forstingenieur (FH): „Nachhaltig produziertes Holz hat viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Baumaterialien: Es wächst regional nach und speichert CO2. Wir müssen daher ganz grundlegend flächendeckend neue Maßnahmen ergreifen, um den CO2-Austoß in der Stadt zu verringern und unser Klima zu schützen. In Zeiten des Klimanotstandes kann es sich München nicht leisten, Klimaschutz Potenziale einfach ungenutzt zu lassen.“

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