13. November // Taubensterben am Hauptbahnhof geht weiter - Fraktion ÖDP/FW fordert schnelle Hilfe für Stadttauben

Es tut sich was in Sachen Stadttauben in München. Die Rathaus-Regierung zeigt mit einem Antrag, dass sie sich nun auch einen Ausbau der Taubenhäuser in München vorstellen kann; das zuständige Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) signalisiert Gesprächsbereitschaft. Für die Tauben am Hauptbahnhof könnte aber die Hilfe zu spät kommen: Noch immer finden Tierschützer beinahe täglich stark geschwächte oder verhungerte Tauben. Die Fraktion ÖDP/FW mahnt nun nochmals schnelle Hilfe an, um ein weiteres Eskalieren der Tierschutz-Katastrophe zu verhindern.

Drei Jahre lang wurden die Stadttauben auf einem Dach am Hauptbahnhof München in einem Taubenhaus gefüttert und ihre Eier gegen Attrappen ausgetauscht, um eine Bestandsregulierung zu vollziehen. Wegen der Bauarbeiten am Bahnhof musste der Taubenschlag Mitte September abgebaut werden. Seither beteuern die Deutsche Bahn und das RGU immer wieder, dass an Alternativstandorten die Tauben weiterhin versorgt werden. Auf dem Dach des neuen RGU soll demnächst ein neues Taubenhaus errichtet werden – die Prüfung der Statik und die fehlende Verfügbarkeit von Handwerkern verzögert das Vorhaben jedoch.

Dem Tierschutzverein München e.V. wurde aber Mitte Oktober erlaubt, auf einem Nachbardach die Versorgung der Tiere vorerst aufzunehmen und auch auf dem RGU-Dach wird bereits mit der Fütterung begonnen. Tierschutz-Aktivisten berichten nun leider, dass trotzdem nach wie vor stark geschwächte oder verhungerte Tauben rund um den Bahnhof aufgefunden werden. Die standorttreuen Tiere finden die alternativen Futterstellen nicht und eine schrittweise Umsiedelung hat nicht stattgefunden.

Nochmals mahnt nun die Fraktion ÖDP/FW im Stadtrat an, dass alle Beteiligten zu einem runden Tisch zusammenkommen sollen, um den Hauptbahnhof-Tauben schnellstmöglich Hilfe anzubieten. Für die Tiere, die vom Hungertod akut bedroht sind, geht es um jeden Tag!

Stadträtin Nicola Holtmann, Tierschutzbeauftragte:

„Ich freue mich, dass sich die Stadt perspektivisch für das Wohl der Stadttauben einsetzt. Jetzt muss es aber schnell gehen, um zu verhindern, dass noch mehr unschuldige Tiere zu Tode kommen. Es geht uns nicht darum, Schuldige für die Tierschutz-Katastrophe zu benennen – jetzt brauchen wir kurzfristige, leistungsstarke Konzepte, wie den verbleibenden Tieren geholfen werden kann.“

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