12. Juni // Coole Straßen – München atmet auf!

Coole Sache! An wortwörtlichen Hotspots sollen nach dem Wunsch der Fraktion ÖDP/Freie Wähler im Sommer autofreie Fußgängerzonen eingerichtet werden, die dann nach Wiener Vorbild mit Brunnen, Wasserspielen, Pflanzen und anderen Abkühlungsmaßnahmen aufgewertet werden. Die Klimadaten der Landeshauptstadt München[1] sollen als Grundlage für die Ausweisung der „coolen Straßen[2]“ dienen. Mit wenigen Änderungen kann man in stark belasteten Vierteln mehr Lebensqualität schaffen.

Wien hat es vorgemacht: Um der Überhitzung der Innenstadt entgegenzuwirken, hat die österreichische Hauptstadt 2019 erstmals drei dieser sogenannten „Coolen Straßen“ eingerichtet. Ihre Standorte wurden auf Basis der Wiener Hitzekarten ausgewählt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Umgebungstemperatur der „Coolen Straßen“ um bis zu 5 °C Grad gesenkt werden konnte. Und die waren ein großer Erfolg: 92 % der Anwohnerinnen und Anwohner wünschten sich eine Wiederholung der Aktion; 70 % der Wiener waren von der Idee überzeugt.

[1] https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Stadtklima/Stadtklimaanalyse.html

[2] https://www.streetlife.wien/coolestrasse/

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Die Klimakrise hat München fest im Griff. Um trotzdem noch ein menschenwürdiges Leben in der Stadt zu ermöglichen, brauchen wir ein grundlegendes Umdenken in der Stadtplanung. Wenn die Mehrheit des Stadtrates schon regelmäßig mit ihrem Abstimmungsverhalten dafür sorgt, dass München nicht nur für die Bauträger ein heißes Pflaster ist, sind wir es den Bürgerinnen und Bürgern schuldig, wenigstens mit kurzfristigen Lösungen wie den ‚Coolen Straßen‘ Abhilfe zu schaffen.“

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