11. Februar // Artenvielfalt auch in München – Erster Jahrestag des Volksbegehrens Rettet die Bienen!

Das von der ÖDP initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ wird ein Jahr alt. Für die ÖDP-Stadtratsgruppe ist das nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern vor allem auch ein Ansporn, mal nachzuhaken, wie viel „bienenfreundlicher“ München geworden ist. In einem 10 Punkte-Antragspaket regt sie außerdem die rasche Umsetzung von weiteren konkreten Maßnahmen an.

Viele erinnern sich noch gut an die eindrucksvollen Bilder: Von Anfang an standen vor Rathäusern in ganz Bayern hunderte Menschen an, um sich in die Listen einzutragen. Mit knapp 1,8 Millionen Unterstützern in Bayern ist „Rettet die Bienen“ das erfolgreichste Volksbegehren aller Zeiten. In München haben 187 406 Personen am Volksbegehren teilgenommen. Das entspricht einer Beteiligung von 20,5 Prozent der Eintragungsberechtigten. Der Landkreis München kommt auf 62 338 Stimmen, was einer Beteiligung von 26,5 Prozent entspricht. Der Landtag hat die Inhalte am 24. Juli 2019 verabschiedet.

Die ÖDP-Stadtratsgruppe stellt heute ein 10 Punkte umfassendes Antragspaket vor, das München noch umwelt- und tierfreundlicher machen soll. Unter anderem regen wir an, dass alle städtischen Gebäude in München mit Nisthilfen für Gebäudebrüter nachgerüstet werden, dass auf den Flächen der städtischen (Wohnungsbau-) Gesellschaften Lebensraum für bedrohte Tierarten geschaffen wird und, dass im Rahmen von Bebauungsplänen verpflichtend ausreichend Habitate für heimische Tierarten vorgesehen werden. Außerdem soll für alle städtischen Grünflächen ein Mähkonzept erstellt werden, das wo möglich einen artenreichen Wiesenlebensraum für Insekten und Kleintiere erhält.

Das sagt ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff zum Antragspaket:

„Zum ersten Jahrestag des Volksbegehrens möchte ich mich nochmal bei allen engagierten Unterstützern, Bündnispartnern und ehrenamtlichen Helfern danken – und natürlich allen, die vor den Rathäusern Schlange gestanden haben, um eine richtungsweisende Veränderung des Naturschutzes in Bayern voranzubringen.

Für uns steht fest: Tiere darf es in München nicht nur im Tierpark oder in den Archiven der Zoologischen Staatssammlung geben. Die Landeshauptstadt München muss endlich Maßnahmen ergreifen, um das Artensterben in der Stadt zu stoppen. Das massive Wachstum der Stadt geht nicht nur auf Kosten der Lebensqualität, sondern auch auf Kosten der Flora und Fauna. Die Münchnerinnen und Münchner haben gezeigt, dass ihnen die Artenvielfalt eine Herzensangelegenheit ist – daher muss ihr Schutz endlich Einzug in die Tagespolitik finden.“

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